Bei einem Teil der bretonischen GEMO-Züchtern steht der Erhalt dieser alten Rasse als wertvolles genetisches Potenzial, sowie die Bedeutung als lebendiges kulturhistorisches Erbe im Vordergrund. In den Niederlanden haben Halter mehr Bezug zu dem Individuum, das ähnlich wie eine Katze zur Familie gehört und nebenbei noch den Garten schmückt. Ebenso trifft man hier passionierte Züchter, die Freude an der Zucht an sich haben. Wegen der geringen Größe bietet sich die Rasse hierfür selbst auf relativ kleinen Flächen an. Die Nutzung als ökologischer Rasenmäher ist weit verbreitet. Ein Einsatz als Therapietier ist ebenfalls möglich. In Deutschland sind alle genannten Gründe anzutreffen, wobei das Haustier, das den Rasenmäher ersetzt, die größte Verbreitung hat.

Obwohl das Ouessantschaf eigentlich keine wirtschaftliche Bedeutung mehr hat, gewinnt in Frankreich die kommerzielle Nutzung als Landschaftspfleger wieder an Bedeutung.

Beide Geschlechter können das ganze Jahr zusammen gehalten werden, da die Schafe eine recht strenge Brunftzeit haben. Aus züchterischer Sicht sind die Trennung nach Geschlecht und eine gezielte Zuteilung in der Deckzeit sinnvoll.

Unterstände werden von den Tieren gerne als Regen- und Sonnenschutz aufgesucht. Solange nicht zu viel Schnee liegt, können die Tiere ganzjährig draußen gehalten werden. Der Flächenbedarf ist je nach Standort unterschiedlich, es sollten aber nicht weniger als 1000 m² sein; auf dieser Fläche lassen sich näherungsweise (in Abhängigkeit von der Vegetation) drei Tiere halten. Mit der Menge des zuzukaufenden Heus kann man die Standortunterschiede ausgleichen. Die Schafe verfügen über gute Muttereigenschaften und eine gute Milchleistung. Lammverluste treten selten auf. Eine Erstbelegung mit sieben Monaten ist möglich. In der Regel kommen von März bis Mai Einzellämmer zur Welt. Zwillingsgeburten sind selten und werden nicht angestrebt. In Ausnahmen reicht die Lammzeit von Februar bis September. In sehr seltenen Fällen sind zwei Lammungen in einem Jahr vorgekommen, auch das ist kein angestrebtes Zuchtziel.

(Quelle Wikipedia)

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